Vom Rundholz zum Halbzeug – die Holzbearbeitung


 Markus König|  8. März 2017|  Keine Kommentare|   Lesedauer: 1.93 min.

Prinzipiell unterschiedet man bei der Arbeit mit dem Werkstoff Holz zwischen der Holzbearbeitung und der Holzverarbeitung. Während sich die Holzbearbeitung mit der Herstellung von Halbzeugen d.h der Herstellung von Furnier, Kanthölzern, Brettern, Bohlen und Balken befasst, beschreibt die Holzverarbeitung die weiteren Arbeitsschritte bis zum Endprodukt. Hierzu zählen beispielsweise Möbelstücke oder ganze Bauwerke aus Holz.

Ist das Holz aus dem Wald gebracht, so folgt zunächst die Holzbearbeitung in Furnier-, Holzwerkstoff- oder Sägewerken. Dies geschieht sowohl aus wirtschaftlichen wie auch aus ökologischen Gründen oft in regionalen Betrieben.

In Furnierwerken werden die schönsten Stämme wertvoller Hölzer (Eiche, Esche, Ahorn, Obsthölzer, etc.) zu Messerfurnieren verarbeitet, die der Schreiner zu dekorativen und individuellen Oberflächen für Möbelstücke weiterverarbeitet. Das Verfahren ist hier vergleichbar mit der Funktionsweise eines Küchenhobels. Je nach Richtung des Messerns und des späteren Fügens ergeben sich so unterschiedliche Furnierbilder. Weniger wertvolle Hölzer (Buche, Pappel, Birke) werden in den Furnierwerken zu Schälfurnieren weiterverarbeitet, die zu technischen Zwecken, etwa bei Sperrholzplatten oder Formteilen Verwendung finden.

Die minderwertigsten Holzqualitäten, die zur Brennholzgewinnung jedoch zu wertvoll sind, werden in Industriebetrieben zu Plattenwerkstoffen wie OSB-, Span- oder Faserplatten verarbeitet. Auch diese Halbzeuge werden vom Schreiner genutzt.

Möchte man jedoch ein hochwertiges Möbelstück aus Massivholz, so folgt zunächst der Einschnitt des Rundholzes im Sägewerk. Hierbei werden die Stämme mittels Bandsäge, Gattersäge oder Kreissägen (sogenannte Profilzerspaner) in die unterschiedlichsten Dimensionen geschnitten. Die Verwendung der einzelnen Einschnitttechniken richtet sich nach Holzart, Einschnittmenge und den gewünschten Endmaßen. Der Schreiner verarbeitet hauptsächlich Bohlen zu Möbelstücken, d.h der Stamm wird mittels Gatter- oder Bandsäge der Länge nach aufgeschnitten und man erhält so die flachen Querschnitte. Die Ausbeute und Qualität der eingeschnittenen Ware richtet sich maßgeblich nach der Einteilung der Dimensionen im Stammquerschnitt und dem Know-How des Sägewerkers.

Zusammen mit der anschließenden Trocknung wird die Güte des Holzes entscheidet beeinflusst. Hier gilt: Flop oder Top.

 


Teile diesen Beitrag über dein Netzwerk:


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.